Die anatomischen Grundlagen

Der große Gesäßmuskel ist einer der größten Muskeln des Menschen und bei fast allen Bewegungen wie z. B. Laufen, Springen oder Streckbewegungen aus der Hocke maßgeblich beteiligt. Er wird auch Treppensteigemuskel genannt, weil er bei jeder Stufe das Hüftgelenk strecken und den Körper heben muss. Aus statischer Sicht verhindert er vor allem das nach-vorn-Kippen des Oberkörpers im Stand und hilft bei der Stabilisierung der Beckenstellung. In seiner dynamischen Funktion ist er der kräftigste Hüftgelenkstrecker. Die Rückführung des Beines ist dabei bis ca. 10° hinter die Senkrechte möglich. Im Stand unterstützt er die Bauchmuskulatur und die Muskulatur der Oberschenkelrückseite beim Aufrichten des Beckens. Bei Überstreckung des Hüftgelenks, z. B. bei der Übung Beinrückheben am Hüftpendel, bewirkt er jedoch keine Beckenaufrichtung. Weitere Funktionen sind die Außenrotation sowie das Abspreizen vom bzw. Heranführen des Beines an den Körper. Da der M. glutaeus maximus dem Gesäß die Kontur verleiht, kommt ihm auch unter dem Gesichtspunkt der Körperformung eine besondere Bedeutung zu. |
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